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Arbeitszeugnis anfordernDein Anforderungsschreiben in zwei Minuten

Wähle die Art des Zeugnisses und den Anlass, trag Namen und Firma ein. Das Schreiben entsteht rechts und lässt sich kopieren, als PDF speichern oder als Text herunterladen.

Welches Zeugnis?
[Vor- und Nachname] [Straße, Hausnummer] [PLZ, Ort] [Unternehmen] Personalabteilung [Datum] Bitte um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis Sehr geehrte Damen und Herren, mein Arbeitsverhältnis endet aufgrund meiner Kündigung. Ich bitte Sie daher, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, das sich auf Art und Dauer meiner Tätigkeit sowie auf meine Leistung und mein Verhalten erstreckt, auszustellen. Bitte senden Sie mir das Zeugnis innerhalb von zwei Wochen zu. Ich bitte um ein Zeugnis auf Geschäftspapier, mit Ausstellungsdatum und eigenhändiger Unterschrift. Gern können Sie es mir an die oben genannte Adresse schicken oder zur Abholung bereitlegen. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen [Unterschrift]

PDF: Im Druckdialog „Als PDF sichern“ wählen. Musterschreiben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.

Wann du dein Arbeitszeugnis anfordern solltest

Der beste Zeitpunkt ist direkt nach der Kündigung, egal von welcher Seite sie kommt. Dann sind deine Leistungen allen noch präsent, und du brauchst das Zeugnis ohnehin bald für Bewerbungen. Viele Arbeitgeber stellen zunächst ein vorläufiges Zeugnis aus und tauschen es am letzten Arbeitstag gegen das endgültige.

Warte nicht Monate. Arbeits- und Tarifverträge enthalten oft Ausschlussfristen, nach deren Ablauf Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verfallen können, das Zeugnis eingeschlossen. Wie lange du dir Zeit lassen kannst und wie schnell der Arbeitgeber liefern muss, erklärt die Seite zur Frist beim Arbeitszeugnis.

Arbeitszeugnis anfordern ohne Kündigung

Solange du im Unternehmen bleibst, gibt es kein Endzeugnis. Du kannst aber ein Zwischenzeugnis verlangen, wenn es einen nachvollziehbaren Anlass gibt. Typische Anlässe sind ein Wechsel der Führungskraft, eine Versetzung, eine Umstrukturierung, eine bevorstehende Elternzeit oder ein Betriebsübergang. Viele Tarifverträge sehen einen Anspruch auf Zwischenzeugnis ausdrücklich vor.

Einen Anlass musst du nennen, eine geplante Bewerbung musst du aber nicht offenlegen. Im Generator oben wählst du dafür „Zwischenzeugnis (ohne Kündigung)“ und einen passenden Anlass.

Tipp: Zwischenzeugnis vor großen Veränderungen

Wenn deine Führungskraft geht, ist ein Zwischenzeugnis besonders wertvoll. Die neue Führungskraft kennt deine bisherige Arbeit nicht. Ein gutes Zwischenzeugnis bindet den Arbeitgeber später in der Regel auch beim Endzeugnis, solange sich an deiner Leistung nichts ändert.

Qualifiziertes Arbeitszeugnis anfordern

Wer nichts weiter sagt, bekommt unter Umständen nur ein einfaches Zeugnis mit Art und Dauer der Tätigkeit. Für Bewerbungen brauchst du fast immer ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, das auch Leistung und Verhalten bewertet. Schreib das deshalb ausdrücklich in deine Anforderung. Das Musterschreiben oben formuliert den Wunsch so, dass kein Spielraum bleibt.

Was in die Anforderung gehört

  • Die genaue Art: qualifiziertes Arbeitszeugnis, einfaches Zeugnis oder Zwischenzeugnis.
  • Das Ende des Arbeitsverhältnisses oder beim Zwischenzeugnis den Anlass.
  • Eine konkrete Frist, üblich sind zwei bis drei Wochen.
  • Die Bitte um Geschäftspapier, Datum und eigenhändige Unterschrift.
  • Wie du das Zeugnis bekommen möchtest: per Post an deine Adresse oder zur Abholung.

Schick die Anforderung per E-Mail oder Brief und heb eine Kopie auf. Ein Gespräch mit der Führungskraft ist gut, ersetzt aber nicht die schriftliche Bitte. So kannst du später belegen, wann du gefragt hast.

Entwurf selbst mitliefern?

Manche Arbeitgeber bitten darum, dass du einen Entwurf vorbereitest. Das ist eine Chance, denn du kennst deine Aufgaben am besten. Achte darauf, dass der Entwurf glaubwürdig bleibt: Lauter Superlative ohne konkrete Erfolge wirken übertrieben. Mit dem Arbeitszeugnis-Generator erstellst du einen Entwurf mit stimmigen Formulierungen, den du deinem Arbeitgeber schicken kannst.

Wenn das Zeugnis dann da ist, prüf es, bevor du es abheftest. Der Zeugnis-Check zeigt dir, welche Note in den Sätzen steckt.

Häufige Fragen

Wie fordere ich mein Arbeitszeugnis an?

Am sichersten schriftlich, per Brief oder E-Mail an die Personalabteilung. Nenne die gewünschte Art, also qualifiziertes oder einfaches Zeugnis, das Ende des Arbeitsverhältnisses und eine Frist. Das Schreiben oben erledigt das für dich.

Kann ich ein Arbeitszeugnis ohne Kündigung anfordern?

Ein Endzeugnis gibt es erst, wenn das Arbeitsverhältnis endet. Während des laufenden Jobs kannst du ein Zwischenzeugnis verlangen, wenn du einen nachvollziehbaren Anlass hast, etwa eine neue Führungskraft, eine Versetzung oder eine längere Elternzeit. Viele Tarifverträge regeln das ausdrücklich.

Wann sollte ich das Zeugnis anfordern?

Sobald die Kündigung ausgesprochen ist. Viele Arbeitgeber stellen dann zunächst ein vorläufiges Zeugnis aus, das du für Bewerbungen nutzen kannst. Das endgültige Zeugnis folgt zum letzten Arbeitstag.

Muss ich ausdrücklich ein qualifiziertes Zeugnis verlangen?

Ja, das ist in der Regel nötig. Ohne diesen Wunsch genügt dem Arbeitgeber ein einfaches Zeugnis, das nur Art und Dauer der Tätigkeit nennt.

Was tun, wenn der Arbeitgeber nicht reagiert?

Erinnere ihn schriftlich mit einer kurzen neuen Frist. Hilft das nicht, kann der Anspruch gerichtlich durchgesetzt werden. Lass dich in diesem Fall von einer Fachanwältin, einem Fachanwalt für Arbeitsrecht oder deiner Gewerkschaft beraten.

Muss mir das Zeugnis zugeschickt werden?

In der Regel handelt es sich um eine Holschuld, du müsstest es also abholen. In der Praxis schicken die meisten Arbeitgeber es auf Bitte per Post. Deshalb fragt das Musterschreiben ausdrücklich nach dem Versand.

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